Freitag, 13. April 2012

Saisonerkrankung: Tennisellbogen


Die Zahl der Tennisellbogen steigt zu Beginn der Tennissaison, daher scheint der Name dieser Erkrankung richtig gewählt. Aber, im Hundekuchen sind auch keine Hunde und deshalb sind Tennisellbogen durchaus nicht nur dieser Sportart zuzuschreiben. Auch die von ärztlicher Seite geäußerte Begründung von der mechanischen Belastung der Hand ist ebenso unsinnig, wie die dabei gängige Therapie. Die ist schmerzerhaltend und leidensverlängernd.

Die herkömmliche Behandlung
Es werden entzündungshemmende, schmerzstillende Medikamente verordnet und es wird weiter die Empfehlung ausgesprochen, Wärme anzuwenden. Das verbunden mit der Bemerkung, dass die Behandlung einiges an Geduld erfordern würde. Bei einem derartig unüberlegten Behandlungsvorgehen ist selbstverständlich endlose Geduld erforderlich, bis sich der Organismus trotz der Behandlung vielleicht selbst hilft. 

Es wird bei der Therapie offensichtlich davon ausgegangen, dass ein entzündlicher Zustand vorliegt, der mit Diclofenac & Co reduziert werden soll. Die Empfehlung Wärme anzuwenden, kann bei einer (heißen) Entzündung nur zum Erhalt oder zur Steigerung bestehender Beschwerden führen. In dieser Situation werden dem (Geduldigen) Patienten, ergänzende und meist selbst zu zahlende zusätzliche Therapien angeraten. Akupunkturnadeln in den „glühenden“ Ellbogen gestochen, sorgen für weitere Verschlimmerungen. Stoßwellentherapie, vergleichbar mit dem Einsatz eines Presslufthammers, gibt den Rest und eine Operation wird unausweichlich. 


Die Ursachen
Durch Gesundheitssendungen gebildete Patienten starren ebenso wie Ärzte auf den vor Schmerz glühenden Ellbogen und sind nicht davon zu überzeugen, dass der lediglich ein Symptom, also die Auswirkung von Störung oder Erkrankung gänzlich anderer Strukturen ist. Die alte chinesische Medizin nennt die Gründe und man müsste annehmen, dass die mindestens den, in der Akupunktur Ausgebildeten bekannt sein müssten. Tatsächlich sind aber derartige Ausbildungen lediglich Schnellbleichen, bei denen Hintergründe unerwähnt bleiben. 

Nach alter, taoistischer Auffassung ist der sog. Tennisellbogen organisch mit der Lunge verbunden und die tägliche Praxis bestätigt diesen Zusammenhang regelmäßig. Das Frühjahr ist die Zeit der Heuschnupfen, die sich u.a. auch als Tennisellbogen auswirken. Schmerzen in den Daumengelenken, bis hin zur Rhizarthrose gehören ebenfalls dazu.

Das allergische Heufieber ist jedoch bei Weiten nicht der einzige Auslöser dieser angeblich orthopädischen Krankheitsbilder. Grundsätzlich können das die Folgen aller Erkrankungen der Atemwege sein. Dazu gehören auch (berufsbedingte) Atemgifte, wie z. B. Dämpfe von Farblösungsmitteln, Chlorgas, die „Düfte“ von Luftverbesserern etc.

Klaus Radloff

www.klaus-radloff.com


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Hinweis für Angehörige medizinischer Berufe:
Die Energetisch-Statische-Behandlung (ESB/APM n.Radloff) wird im

Lehrinstitut Radloff
Institut für Akupunktur Massage AG
Bachstrasse 72
CH 5034 Suhr

unterrichtet. Informieren Sie sich bitte hier:
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Das Buch zum Thema:


Klaus Radloff 

Die chinesische Medizin kennt keine orthopädischen Krankheiten. 

Ideen und Lösungsansätze für Patienten und ihre Behandler [Taschenbuch, 180 Seiten  19.80 €]


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Kommentare:

  1. hi, ich habe auch immer Epicondylitis humeri radialis . Mir haben Dehnübungen sehr geholfen, die wir im Rahmen von Betriebliche Gesundheitsförderung im Unternehmen gezeigt bekommen haben

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  2. Hi Stefanie. Sie schreiben, dass Sie "immer" eine Epicondylitis lateralis hätten und das Dehnübungen helfen würden. Schön, nur halte ich die Behandlung der Ursache für sinnvoller, um evtl. irreparable Folgeschäden zu vermeiden. Der Ihnen von der Betrieblichen Gesundheitsförderung erteilte Rat ist "nur" Erste Hilfe und nicht besonders überlegt

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