Freitag, 15. Oktober 2010

Das alte Schleudertrauma - Armutszeugnis der Medizin

Die offensichtlich unausrottbare Meinung, dass Behandlungen am Ort der Beschwerden zu erfolgen haben und dass auch Schleudertraumen wärmender und sonstig "reizender" Behandlungen bedürfen führt dazu, dass Verletzungsfolgen häufig auch noch nach Jahren "wie neu" sind. Das bedeutet im Klartext, dass durch Behandlungen (Selbstbehandlungen und professionelle Therapien) der Halswirbelsäule, der akute Zustand - manchmal sogar über Jahrzehnte - erhalten bleibt. Das ist ein Grund, warum von vielen Betroffenen dieses Krankheitsbild für "Schicksalsbestimmung und unbeeinflussbar" gehalten und von Haftpflichtversicherungen als teuerstes Schadensereignis eingestuft wird.

Abhilfe kann meist aus der Vorstellung abgeleitet werden, dass die HWS sich in einem akuten Zustand befindet, der mit einem akuten Blinddarm verglichen werden kann und deshalb gekühlt werden sollte.  Weiter ist es hilfreich sich vom Partner die Füße küssen, oder besser sich die Beine oder die untere Körperhälfte massieren zu lassen. Selbst diejenigen, die sich entschließen von nun an gar nichts mehr zu unternehmen, befinden sich in besserer Position, weil sie ihrem Körper die Gelegenheit bieten sich selbst zu normalisieren.

Weitere unbeachtete Zusammenhänge
Nur durch Gesundheitssendungen fernsehgebildete Laien und viele Orthopäden sehen in der Halswirbelsäule ein von anderen Strukturen isoliertes Gebilde. Dabei könnten Medizinstudenten bereits zu Beginn ihres Studiums interessantes darüber berichten. So besteht u.a. eine Verbindung zwischen inneren Organen zur Halswirbelsäule. Die erfolgt über den Nerven des Zwerchfells. Dieser Nerv entspringt dem Rückenmark in Höhe der unteren HWS und zieht vor der Brustwirbelsäule - ein dichtes Netz bildend - zum Zwerchfell. Alle organischen Prozesse die sich hier abspielen werden auf diesem Weg in die, durch ein Schleudertrauma vorgeschädigte HWS übertragen.
(Detaillierte Information dazu finden Sie hier)

1. Organische Störungen und Erkrankungen
Sofern zusätzlich zu den Beschwerden des Schleudertraumas Erkrankungen der Bauch- oder Atmungsorgane bestehen, sollte denen vorrangig Beachtung und Behandlung zuteil werden.

2. Lebensmittelunverträglichkeiten
Die daraus entstehenden Reize wirken sich innerhalb von nicht mehr als einer Stunde verschlimmernd auf die Halswirbelsäule aus. Dadurch können diese Stoffe oft erkannt und gemieden werden.

3. Ungeeignete Medikamente
Hierbei hat es sich in der Praxis gezeigt, dass insbesondere die entzündungshemmenden Medikamente, wie z.B. Diclofenac, Ibuprofen aber auch ASS (Aspirin) bestehende Beschwerden erhalten und sogar steigern können. Auch hier zeigen sich dadurch ausgelöste Verschlimmerungen bereits kurze Zeit nach der Einnahme.

Zur Beantwortung auftretender Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Klaus Radloff
www.klaus-radloff.com

Kommentare:

  1. Dabei gebe ich zu bedenken, dass der Fokus der Therapie von Schleudertraumata stur auf das Mechanische und oder Energetische gelegt wird. Ohne mal im Hinterkopf anzudenken, dass da noch eine Unterbewusstseins-Komponente ist. Und sehr oft verhindert diese, dass andere Therapien greifen oder der Patient sich selber heilt.
    Diese alten Geschichten können sehr oft aufgedeckt und abgekoppelt werden. Und schon klappts viel besser mit dem Gesundwerden.
    Mehr dazu hier:
    www.zielgenau.ch

    Hanspeter Eberle D.C.H
    Doctor of Clinical Hypnotherapy

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  2. Ja Hans Peter, Ganzheitliche Betrachtungsweise muss geübt und den Betroffenen beigebracht werden, dass Gesundheit das Produkt vieler Prozesse ist. Insofern können wir uns ergänzen.

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